• 11. October 2017 / Monkey Madness by Polaripop / ND

    Die Äffchen sind los. Neue Polaripop Modelle im Guut Shop. Die liebe Eva von Polaripop ist die österreichische Queen of Amigurumi. Einer tradtionellen, japanischen Hähel-und Strickkunst. Die 3 kleinen Äffchen haben es uns angetan und sind exklusiv bei Guut erhältlich zu je € 39.

    Mein Name ist BO, und ich bin ein richtiger Rabauke. Ja stimmt schon, hin und wieder mach ich meinen Eltern gehörigen Ärger, aber obwohl mein Vater Bart manchmal ein richtiger Schnarchsack sein kann, liebe ich ihn natürlich über alles, genau wie meine Mutter Bella. Allerdings, soviel wie die immer redet, das ist schon manchmal schwer auszuhalten!

    Mein Name ist BART, und manchmal bin ich ein Langeweiler. Sagt zumindest mein Sohn, denn der interessiert sich überhaupt nicht für meine Hobbies wie Briefmarkensammeln, Börsennachrichten lesen oder Arbeiten am Wochenende. Naja, mein stiller Charakter gleicht sich zumindest mit dem meiner Frau aus, denn die kann wirklich ohne Ende reden, das sag ich euch!

    Mein Name ist BELLA, und ich bin Mitglied einer verrückten dreiköpfigen Familie. Wir leben in einem wunderschönen Park im Herzen Wiens, wo wir den ganzen Tag in den Bäumen herumtollen, und die unter uns vorbeigehenden Touristen und Hunde ärgern. Wenn es Nacht wird, und der Park seine Pforten schliesst, schleichen wir uns ins öffentliche Schwimmbad, und planschen dort im Pool herum. Ich könnte euch noch so viele Geschichten erzählen, aber ich hör eben meinen Mann rufen. Er sagt, ich rede zuviel, könnt ihr euch das vorstellen?

  • 10. February 2015 / Buch des Monats / Edward van de Vendel

    Der Hund den Nino nicht hatte... Nino hatte einen Hund, den er nicht hatte. Einen Fantasiehund. Der traute sich alles, er machte alles, er verstand alles! Eines Tages schenken Ninos Eltern ihm einen richtigen Hund. Aber traut sich der Hund auch alles? Macht der Hund auch alles? Versteht er, was der Fantasiehund verstand?

    Eine einfühlsame Geschichte über die sympathischen Freunde, die so manche Kinder täglich begleiten – ob Hund, heimlicher Zwilling oder welch unsichtbarer Lausbub auch immer … Ein Schmunzelbuch für Eltern und ein besonderes Schmuckstück für Sammler.

    Edward van de Vendel
    Der Hund , den Nino nicht hatte
    Illustrationen von Anton van Hertbruggen

    Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
    ab 3 Jahren / 40 Seiten / 21,5 x 28,5 cm / 15,40 €

  • 24. November 2014 / die richtige Matratze / AS

    Auf die Frage nach der richtigen Matratze gibt es nur eine Antwort: Der einzige Weg dorthin führt über die eigene Wahrnehmung. Zwar gibt es viele Ideen und Theorien, die für das eine oder für das andere Matratzensystem sprechen - am Ende bleibt die Frage, wo ich mich persönlich wohl fühle. Deshalb gilt: Richtig gut ist nur, worauf ich mich wohl fühle.

    Wie komme ich dahin?
    Eine Erfahrung, die wir immer wieder beim Probeliegen mit unseren Kunden machen: Fast immer gibt es ein spontanes Gefühl, wenn sich jemand in ein Bett oder eine Matratze legt. Hier geht es um den allerersten Moment der Begegnung zwischen Mensch und Material: Mag ich, wie mich die Matratze empfängt? Dazu gibt es in der Regel ein klares Gefühl. Meist wird die Verwirrung größer, je länger ich jedoch probiere - ein alltägliches Phänomen. Die gute Nachricht: Wenn ich lang genug probiere, finde ich in den Regel zu meinem ersten spontanen Impuls zurück. So ist unsere Erfahrung. Deshalb empfehlen wir, dem ersten spontanen Gefühl zu vertrauen.

    Der 3 Stufen-Weg
    Um den Auswahlprozess für Ihre persönliche Matratze klarer zu gestalten haben wir bei guut einen einfachen 3-stufigen Weg entwickelt, für den Sie gemeinsam mit uns etwa 20-40 Minuten brauchen. Am Ende haben Sie und wir erfahrungsgemäß eine klare Idee, wie Ihre persönliche Matratze aufgebaut sein sollte. Dazu gäbe es natürlich auch jede Menge Theorie, die wir gerne mit Ihnen teilen, die aber für den Auswahlprozess an sich zweitrangig ist.

    1 Matratzentyp/Liegesystem:
    Die erste Frage lautet: Soll meine Matratze eher federn oder lieber sanft nachgeben? Unabhängig davon, ob eine Matratze für Ihren Geschmack weich oder fest sein sollte, geht es zunächst darum welcher Matratzentyp zu Ihnen passt. Bei guut gibt es 3 verschiedene Matratzentypen, die sich in ihrer Wirkungsweise deutlich unterscheiden. Der eine federt mehr, in den anderen sinke ich sanft ein, wenn ich mich hinlege - Die Antwort auf die Frage, was mir lieber ist, führt mich zu meinem Matratzentyp. Dabei macht Sie der direkte Vergleich und unsere Begleitung am Ende sicher in Ihrer Entscheidung.

    2 Festigkeit
    Die zweite Frage lautet: Wie weich oder wie fest soll Ihre Matratze sein? Bei guut gibt es insgesamt 4 verschiedene Latex-Festigkeiten, die wir in 2-3 Schichten so miteinander kombinieren, bis wir das optimale Matratzengefühl für Sie gefunden haben. Manche Matratzen sind dann am Ende nur 10 cm, andere wiederum 20 cm stark, manche Matratzen machen wir in Doppelbettbreite, andere fertigen wir in Einzelbettgröße - ganz nach Ihrem Bedürfnis. Dabei gibt es von unserer Seite Erfahrungen und dementsprechend Empfehlungen; die Entscheidung darüber, wie die Matratze im Detail tatsächlich aussieht, liegt bei Ihnen.

    3 Klima
    Die dritte und letzte Frage dreht sich um das Wunsch-Klima in Ihrem Bett. Dabei spielt Ihr persönliches Temperament eine wichtige Rolle: Ist mir tendenziell eher warm oder eher kalt, friere oder schwitze ich in der Nacht? Eine andere Rolle spielt das Raumklima: Schlafen Sie zuhause bei offenem oder geschlossenen Fenster schlafen. Und schließlich: Welche Materialien bevorzugen Sie für die oberste Schicht in Ihrer Matratze, (die, die Ihrem Körper am nächsten ist)? Die Antworten auf all diese Fragen führen zu Empfehlungen, die wir dann noch einmal in der Kombination mit Ihrer Matratzenwahl überprüfen. Und damit wäre Ihre Matratze von guut schon fast fertig...

  • 9. October 2014 / Buch des Monats - Zubert / AS

    In regelmäßigen Abständen stellen wir an dieser Stelle ein spannendes Kinderbuch vor, dass wir auch in unserem Schauraum verkaufen. Für Oktober hat Lona Szep von der Buchhandlung Fabelwelt das Buch „Zubert“ von Charlie Sutcliffe ausgewählt.

    Zuberts Mutter liefert Blumen an die vornehmsten Londoner Hotels und gewöhnlich wartet er gelangweilt in der Lobby. Doch diesmal, im Savoy, kommt es anders: Zubert entdeckt einen Schwarm von Zwingelzwangels, die Hilfe brauchen – Hotelinspektoren haben sich angekündigt, penible Herren, die prüfen, ob alles tipptopp ist. Aber gar nichts ist tipptopp! Eine Affenbande stellt die Luxussuite auf den Kopf, eine Riesenkrake besetzt den Pool, ein Elefant die Hotelküche. Sie alle müssen versteckt werden! Eine Hetzjagd durch das gesamte Hotel beginnt – Zubert und die Zwingelzwangels dicht gefolgt von den Inspektoren.Eine spannende Geschichte!

    Übrigens: das ist nur die Spitze des Eisberges, denn wer genau hinsieht, entdeckt in den Bildern immer neue Geschichten, kleine Buchstaben, die auf Beinen durch das Buch laufen, zwei winzige Mäuse und andere ulkige Wesen.

    Der Londoner Charlie Sutcliffe erzählt seine rasante Geschichte für Kinder ab 4 Jahren mit hinreißenden Bildern – charmant mischt er Manga-Ästhetik und Nostalgie, feinste Strukturen, Ornamente und tiefe, opulent ausgestattete Räume.

  • 8. October 2014 / Holzsteckverbindungen / Anselm Schwade

    Für uns von guut ist der Begriff Holzsteckverbindungen ein selbstverständlicher so wie für andere die Börsennachrichten oder der Wetterbericht, weil wir täglich damit zu tun haben. Nachdem das aber nicht alle Menschen gleichermaßen gilt, lohnt es sich das mit einigen Worten zu erklären:

    Wenn wir von Holzsteckverbindungen reden, meinen wir damit, dass wir unsere Bettrahmen so konstruieren, dass wir alle Einzelteile ohne Schrauben oder andere Metallteile miteinander verbinden. Die Teile werden einfach zusammen gesteckt und halten aufgrund von intelligenter Konstruktion, Statik und Eigengewicht. In Österreich gibt es bis heute MATADOR-Holzspielzeug, ein Holzbaukasten, der uns als Kinder fasziniert hat. Ähnlich einfach kann man sich den Zusammenbau unserer Betten vorstellen. Einziger Unterschied: Beim Baukasten gibt es unzählige Möglichkeiten aus den Einzelteilen immer neue Gegenstände zu konstruieren - bei unseren Betten gibt es genau eine und die erklärt sich von selbst.

    Die Frage also heißt:
    Warum tun wir uns die Arbeit an, Bettrahmen so aufwendig zu fertigen, dass man sie ohne Schrauben und ohne Werkzeug innerhalb von wenigen Minuten auf und wieder abbauen kann? In Zeiten von IKEA und der verbreiteten Vormachtstellung von Inbusschrauben Spax und Akkuschraubern ist das ein vermeintlicher Luxus. Das ist grundsätzlich wahrscheinlich richtig.

    Deswegen könnte eine mögliche Antwort sein: Metall im Bett ist energetisch schlecht. Nach allgemeiner Auffassung des Feng-shui (der chinesisch-taoistischen Harmonielehre) strahlt Metall im Bett in einer Art und Weise, die Entspannung eher verhindert. Wenn man diese Idee ernst nimmt, sollte man sich konsequenterweise auch mit elektrischen Leitungen und Wasseradern beschäftigen. Für all diese Themen gibt es Experten, die sich damit besser auskennen als wir. Wir sind solchen Ideen gegenüber aufgeschlossen und interessiert, aber unser Sachgebiet ist Handwerk, Holz, Konstruktion und Gestaltung.

    Und weil das so ist, faszinieren uns alle Techniken, die die genialen statischen Eigenschaften des Werkstoffes Holz intelligent nutzen, die reversible Verbindungen von hölzernen Bauteilen ermöglichen und damit auch modernen Metallverbindern und Schrauben überlegen sind. Für unsere Gestaltung waren Japanische Holzverbindungen eine wichtige Quelle der Inspiration: Sie haben eine umwerfende Ästhetik, sind statisch intelligent konstruiert und darüber hinaus mit einer handwerklichen Präzision gefertigt, dass einem der Atem stockt. Aber auch in unserem kulturellen Umfeld gibt es historische Beispiele, die für uns vorbildhaft wirken: Wer je einen Biedermeierkasten untersucht hat, dem wird aufgefallen sein, dass dieser zerlegbar konstruiert ist: Mittels Keilverbindungen lässt er sich für den Transport in seine Einzelteile zerlegen.

    Und so ist das auch mit den Betten von guut: Ohne Werkzeug zerlegbar lassen sich die handlichen Einzelteile praktisch verpacken und leicht übersiedeln, nach dem Motto: So einfach ist guut.

  • 11. July 2014 / moderne Tischlerei / Eleonora Füchsl

    Guut, wenn der Beruf gleichzeitig auch das Hobby ist. Derzeit wird der Beruf des Tischlers beinahe gewaltsam umgewandelt in eine Art von Anlerntätigkeit an Maschinen für die Serienfertigung von Massenprodukten. Von der ursprünglich hochqualifizierten Arbeit mit dem wahrscheinlich vielseitigsten Naturmaterial der Welt, dem Holz bleibt schön langsam nichts mehr übrig.

    Guut, wenn es noch Tischlereien gibt, in denen bestens ausgebildete Gesellen Möbel vom Zuschnitt bis einschließlich Montage selber herstellen. Guut, wenn es noch Tischlereien gibt, die Wert auf ökologische Materialien und schadstofffreie Oberflächen legen. Und die noch wissen, wie mit Holz gearbeitet werden muss um langlebige Produkte zu schaffen.

    Guut, wenn Gesellen mit Leib und Seele bei der Arbeit sind. Wenn sie sich einbringen und am Ende stolz auf ihre Produkte sind. Das sind Tischler mit hohem handwerklichem Geschick, enormem Knowhow in Bezug auf Material und Fertigungsweisen und höchster Kreativität in der Umsetzung. Diese Mitarbeiter leisten keinen Dienst nach Vorschrift, sondern geben täglich ihr Bestes und das mit Freude und Begeisterung – denn: nur was man mit Freude macht, macht man auch wirklich gut.

    Guut, wenn Werte wie Vertrauen, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit wichtig und bedeutend sind und man sich auf das Wort und den Handschlag seines Partners verlassen kann. Mag sein, dass dies etwas altmodisch wirkt und nicht in unsere schnelllebige nur noch auf Gewinnoptimierung getrimmte Welt passt, aber wir sind nun mal so, wir Tischler.

  • 20. June 2014 / Kinderbuch des Monats / Anselm Schwade

    Seit einigen Tagen gibt es bei uns im Schauraum am Wallensteinplatz das neue Kinderbuch des Monats: Dieses Mal hat Lona Agnes von der Kinderbuchhandlung "Fabelwelt" ein Buch ausgesucht, das so etwas wie eine illustre Märchensammlung der besonderen Art ist.

    Lustvoll wie sonst wohl niemand fabulieren sich Michael Roher als Illustrator und Elisabeth Steinkellner als Autorin durch die Märchengeschichte. Mit spielerischer Leichtigkeit wirbeln sie Altbekanntes mit Neuem auf das Schönste durcheinander: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer schreibt die lustigsten Märchen im ganzen Land? Elisabeth Steinkellner und Michael Roher, antwortet der Spiegel, und wer will da widersprechen?

    So sind Rotkäppchen und der Wolf die besten Freunde, bis der auf einmal einen großen Stein verschluckt; der Riese Polkenudel schläft die nächsten vierzehntausend Jahre, während Rapunzel seiner ersten Liebe den langen Bart entgegenhängt. Dafür hat Schneewittchen die blöden Prinzen so richtig satt. Zwei Bären, die vom Fliegen träumen, und einen schrecklich gefährlichen Drachen gibt’s natürlich auch.

    Dazu noch einige Pressestimmen:
    “Steinkellner und Roher haben ein wunderbar skurriles Märchen-Universum mit liebenswerter Schräglage, bei dem von Herzen gelacht, über das aber auch nachgedacht werden kann, kreiert.” (Kirango)

    “Michael Roher gehört zu den originellsten Illustratoren der jüngeren Generation. Mit Elisabeth Steinkellner hat er schon mehrere Kinderbücher vorgelegt. Die beiden Niederösterreicher vereint die Liebe zum Detail und eine sympathische Nonchalance.” (Falter)

    “Mit eleganter Leichtigkeit werden Rollenzuschreibungen unterwandert oder parodistisch unterstrichen – der satirische Charakter geht dabei allerdings nie auf Kosten des märchenhaften Tons und der fabelhaften Eignung zum vor-, gemeinsam-, oder selber Lesen.” Christina Ulm (www.stube.at)

  • 29. May 2014 / Warum machen wir es nicht wie die Affen? / Franziska Krisper

    Schimpansen nehmen sich jeden Tag aufs neue die Zeit, um nach dem für sie geeignetsten Schlafpatz zu suchen. Zielgenau steuern sie auf jene Bäume mit dem stabilsten Holz und der günstigsten Verästelung zu, um sich ihr bequemes Schlafnest in luftigen Höhen einzurichten. mehr...

    Schimpansen sind eine Gattung aus der Familie der Menschenaffen (Hominidae). Sie sind die nächsten lebenden Verwandten des Menschen und bewohnen das mittlere Afrika. In der Regel sind die Tiere tagaktiv und legen sich zur Nachtruhe in ein Blätternest in den Bäumen. Muhimbi Bäume machen zwar weniger als 10% der Bäume in den von Schimpansen bewohnten Wäldern aus, dennoch befinden sich 74% der erforschten Schlafnester auf eben solchen. Die Forscher David Samson von der Universität Nevada in Las Vegas und Kevin Hunt von der Universität von Indiana in Bloomington gingen der Tatsache auf den Grund und untersuchten daraufhin die mechanischen Eigenschaften des Muhimbi Baumes im Vergleich zu den anderen Baumarten im Toro-Semliki Nationalpark in Uganda.
    Sie kamen zu der Erkenntnis, daß die Schimpansen aus guten Gründen ihre Schlafplattformen bevorzugt auf Muhimbibäumen bauen.
    Deren Äste sind nicht nur am strapazfähigsten sondern weisen außerdem den geringsten Astknotenabstand sowie die geringste Blattfläche im Verhältnis zur Astlänge auf. Die Affen konstruieren sich gekonnt ihre massgeschneiderten Liegesysteme, sie verweben die Äste so miteinander, daß eine konkave Oberfläche entsteht. Dank der schüsselförmigen Vollholz-Nester können die Schimpansen ohne Angst vor einem nächtlichen Absturz getrost einen ruhigen und ungestörten Schlaf genießen.
    Die schirmförmige Baumkrone des Muhimbibaumes bietet optimalen Schutz und den Schimpansen ein sicheres Schlafgefühl.

    Da wir Menschen uns nicht wie die Schimpansen jeden Tag ein neues Schlafnest bauen, sollten wir umso mehr Augenmerk auf die guute Wahl unserer Liegestatt legen!
    Nehmen wir doch einmal unsere eigene Schlafsituation unter die Lupe und stellen uns die Frage: Wie gut schlafe ich eigentlich? Wache ich meist frisch und erholt auf, um voller Elan in den Tag zu starten? Oder gilt eher der Spruch:
    „Wenn Du in der Früh zerknittert bist, hast Du eh den ganzen Tag Zeit Dich zu entfalten“? Die Studie „Chimpanzees Preferentially Select Sleeping Platform Construction Tree Species with Biomechanical Properties that Yield Stable, Firm, but Compliant Nests“
    Von David Samson und Kevin Hunt ist am 16.4.2014 in „PLOS ONE“ erschienen.

  • 22. April 2014 / Einschlafen, Durchschlafen, Ausschlafen / Gyuri Barany

    Junge Eltern sind oft verunsichert, wenn es um den Schlaf ihrer Babys und Kinder geht und werden regelrecht erschlagen von gut gemeinten Ratschlägen, Tipps und Tricks, Bestsellerliteratur und kritischen Webseiten, veralteten Methoden und verklärten Erinnerungen.

    Schlaf hat sehr viel mit Wohlbefinden und Entspannung zu tun. Dazu gehört ein entsprechendes Ambiente, in dem man sich geborgen fühlt, sowie ein gutes Klima, sowohl im psychischen als auch im physischen Sinn. In diesem Punkt sind Kinder nicht anders als Erwachsene. Es gilt also, die Umgebung und die Schlafsituation so zu gestalten, dass sich alle wohlfühlen - und da die Bedürfnisse individuell sind, wird kein Ratgeber eine Patentlösung dazu bieten können.

    Manche schlafen lieber allein, manche brauchen mehr Nähe und kuscheln gern. Manche gehen spät schlafen und wollen nach Möglichkeit ausschlafen, manche sind absolute Frühaufsteher und gehen dementsprechend früh ins Bett oder kommen auch mit weniger Schlaf aus. Es gibt Durchschläfer und solche, die zwei oder mehr getrennte Schlafphasen brauchen. Wenn unterschiedliche Schlaftypen zusammentreffen, kann es durchaus herausfordernd sein, einen gemeinsamen Weg zu finden.

    Es ist wichtig zu betonen, dass Schlaf nichts mit Erziehung oder Pädagogik zu tun hat. Kinder müssen weder schlafen lernen noch durchschlafen. Wenn sie unterstützt werden, ihr eigenes Schlafbedürfnis wahrzunehmen und zu artikulieren, ist das viel hilfreicher als fixe Schlafenszeiten oder fragwürdige Rituale. Sie brauchen Begleitung und Beziehung, keine Methoden oder unrealistische Ziele, die sowohl Eltern als auch Kinder unter Druck setzen.

    Gehen wir also die Sache entspannt an. Sorgen wir dafür, dass es uns und unseren Lieben gut geht, finden wir unseren eigenen, individuellen Weg und vergessen wir nicht, dass auch wir Erwachsene viel guten Schlaf brauchen. Es ist wichtig für Kinder, entspannte und ausgeschlafene Eltern zu haben.

    Gyuri Barany
    www.kreative-kommunikation.at/
    https://www.facebook.com/events/521581257946129/

  • 15. April 2014 / Sag mir wie Du liegst und ich sage Dir wie Du liebst / CM

    Im Schlaf hat unser Bewußtsein Ruhepause und die von Paaren unbewußt eingenommene Schlafposition verrät viel über die Beziehung. Der "Honeymoon-Hug" zum Beispiel geht nur in den ersten Monaten. Ist der "Leg Hug" ein Zeichen von unausgesprochenen Beziehungsproblemen oder doch nur von hoher Selbständigkeit verliebter Paare?

    Nach einer Studie von amerikanischen Wissenschaftlern gibt es klare Liegemuster von Paaren im Bett. Nachdem das Verhalten im Schlaf nicht mehr bewußt gesteuert wird, finden Paare während der Nacht automatisch in die für sie richtige Liegekonfiguration. Dabei konnten deutliche Zusammenhänge zwischen den typischen Liegemustern und der Art der Beziehung des Paares entdeckt werden.

    Prof. Dr. Jürgen Zulley beschreibt in seinem gleichermaßen amüsanten wie interessanten Buch “Mein Buch vom guten Schlaf - endlich wieder richtig schlafen” einige Grundmuster. So ist ein eng umschlungener Schlafstil nicht notwendigerweise ein Zeichen großer Liebe, jedenfalls aber ein starker Hinweis auf eine sehr leidenschaftliche Beziehung. Und wenn man Rücken an Rücken schläft befindet man sich in guter Gesellschaft - mehr als die Hälfte der Paare betten sich so und ein Rückschluss auf eine nicht so enge Beziehung wäre völlig falsch.

    Honeymoon-Hug: Das Paar schläft einander zugewandt und eng umschlungen. Nicht nur die Arme sind um den Partner geschlungen, auch die Beine sind ineinander verstrickt und oft berühren sich auch Hüften und Schultern. Diese Stellung hemmt die Blutzirkulation dermaßen, daß man theoretisch gar nicht schlafen kann. Stimmt aber nicht - frisch verliebte Paare mit sehr hohem gegenseitigem Verlangen können sich gar nicht genug berühren. Ein bisschen mehr oder weniger Blut im Umlauf spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

    Classic Spoon:

    Tatsächlich ein Klassiker der Schlafstellungen ist die Löffelchenstellung. Das Paar ist gleichermaßen verliebt wie vertraut. Tendenziell übernimmt der hinten liegende Partner eine Beschützerrolle und der vorne liegende legt sein nächtliches Schicksal wortwörtlich vertrauensvoll in die Arme des anderen. Eine andere Interpretation kann auch sein, daß der vorne liegende seine Ruhe haben will. In Summe eine beziehungsmäßige Weiterentwicklung vom Honeymoon-Hug - die Leidenschaft ist nicht mehr so endlos wie zu Beginn, aber das gegenseitige Vertrauen und die gefundene Rollenverteilung in der Beziehung haben die Liebe größer werden lassen.

    Hollywood Position:

    Das Paar liegt umarmt, der eine am Rücken, der andere mit seinem Kopf an der Schulter des einen. Die Beine sind meist eingehakt. Die typische Schlafstellung von Hollywood-Filmen. Die Partner wollen sich gegenseitig beschützen und gegen die Außenwelt stark machen. Ganz klar kommt dabei der Team-Gedanke hervor - gemeinsam sind wir stark, alle anderen sind nicht so wichtig.

    Leg Hug:

    Die Partner liegen Rücken an Rücken, berühren sich am Popo. In der Regel sind die Beine ineinander eingehängt. Das Paar legt Wert auf Unabhängigkeit, aber auch die Intimität ist den beiden wichtig. Beide Partner sind stark und selbständig, die gegenseitige Liebe ist in der typischerweise bereits längeren Beziehung gefestigt und intensiv. Unterbewusst ist es dem Paar wichtig, sich gegenseitig die Nähe zu zeigen, erholsamer Schlaf hat aber für beide Priorität.

    Cliff Hangers:

    Das Paar liegt Rücken an Rücken, berührt sich im Gegensatz zu den Leg-Huggers aber nicht. Diese Schlafstellung ist der Studie zufolge die am meisten verbreitete. Die Beziehung ist voll im Alltag angekommen und beiden Partnern ist der eigene gute Schlaf wichtig, um für den nächsten Tag gerüstet zu sein. Manche sehen in dieser Schlafposition eine gewisse Distanziertheit, die Stellung hat aber jedenfalls auch ganz praktische Motive - man kennt sich schon lange, ist sich der Beziehung einigermaßen sicher und leistet sich ganz einfach einen guten unabhängigen Schlaf. Außerdem hat man in ein breites Bett investiert und will das auch voll ausnutzen.

    Wie nicht jeder Tag in einer Beziehung gleich ist, ist natürlich auch nicht jede Nacht gleich - manchmal ist man einfach erschöpft vom anstrengenden Tag und versucht als Cliff Hanger möglichst viel Kraft zu tanken, manchmal ist man leidenschaftlich wie in der Hochzeitsnacht und nimmt die Unbequemlichkeiten des Honeymoon Hug gar nicht wahr, weil man sich gar nicht nah genug sein kann. Hauptsache man hat eine guute Nacht!

    Für mehr Details dazu und zu vielen anderen Aspekten des guten Schlafs, empfehlen wir als Bettlektüre:
    Prof. Dr. Jürgen Zulley - “Mein Buch vom guten Schlaf”
    Wilhelm Goldmann Verlag, München
    ISBN 978-3-442-17156-9
    Bildnachweis © Verlag Zabert Sandmann / Dr. Kai-Uwe Nielsen
    Wir bedanken uns beim Zabert Sandmann Verlag und bei Dr. Kai-Uwe Nielsen für die freundliche Unterstützung und die Zurverfügungstellung der verwendeten Bilder.

    Christoph Mayer

  • 7. April 2014 / Buch des Monats - EXTRAGARN / CM

    Am 23. März hat Lona Szep die Buchhändlerin aus der Fabelwelt bei guut rund 50 Kinder mit der Geschichte “Extra-Garn” von Jon Klassen begeistert. Die Geschichte von Annabelle, die einen nicht endenden Wollevorrat entdeckt, damit die ganze Welt bunt bestrickt und Menschen glücklich macht ist einfach guut.

    Daher ist Extra Garn auch unser aktuelles Buch des Monats - ab sofort bis Ende Mai kann das Buch bei guut am Wallensteinplatz geschmökert und gekauft werden. Selbstverständlich gibt es auch guuten Kaffee und viele andere Produkte aus unserer Manufaktur, die Menschen glücklich machen. Zum guuten Einschlafen gehören für Kinder selbstverständlich auch guute Geschichten. Doch wo findet man diese guten Geschichten? Wenn ich Zeit habe, gehe ich gerne in die Fabelwelt in der Schleifmühlgasse und lasse mich von Lona bei der Suche beraten – leider ist das mit der Zeit aber so eine Sache. Darum haben wir von guut-das Bett. die Aktion „Buch des Monats“ gestartet, mit der wir jedes Monat ein Kinderbuch bei uns im Schauraum ausstellen und verkaufen. Ab April wird Lona Szep jedes Monat ein besonderes Buch für uns aussuchen, das wir unseren Kunden gerne präsentieren.

    Mit „Extra-Garn“, dem Buch über das kleines Mädchen Annabelle und ihre Liebe zum Stricken, starten wir in den April. Annabelle lebt in einer kalten, grauen Stadt. Eines Tages findet sie eine kleine Kiste mit bunter Strickwolle und sie beginnt für sich einen Pullover zu stricken – der ist nicht nur warm, sondern auch ein bunter Tupfen in der grauen Welt. Weil Annabelle ihr Handwerk liebt und noch Wolle übrig ist, beginnt sie auch andere glücklich zu machen und strickt für Freunde und Tiere. Glücklicherweise scheint der Wollvorrat in der Kiste kein Ende zu nehmen und auch Annabelles Leidenschaft fürs Stricken ist ungebrochen. So wird Stück für Stück die ganze graue kalte Stadt in bunte warme Wolle eingestrickt. Das Phänomen der endlosen Wolle weckt Begehrlichkeiten des Großherzogs, der Räuber anheuert, die Kiste zu stehlen ...

    Was uns gefällt ist neben den tollen Illustrationen von Jon Klassen vor allem die für Kinder und Erwachsene inspirierende Geschichte – die magische Wolle ist nichts ohne Annabelles Herz und Leidenschaft. Erst durch ihren festen Willen, ihr Können für die Zufriedenheit und das Glück Ihrer Mitmenschen einzusetzen und ihnen maßgeschneiderte Einzelstücke anzufertigen, entfaltet die Geschichte ihren Zauber.

    Wir freuen uns, wenn Sie bei uns im Schauraum vorbeikommen und sich bei einer guuten Tasse Kaffee von der kleinen Annabelle umgarnen lassen.

    Mac Barnett / Jon Klassen
    EXTRA-GARN
    Verlag Freies Geistesleben
    ISBN 978-3-7725-2688-6

    Christoph Mayer